best of two worlds
Manchmal ist Wien gar nicht so schlecht.
Da kommt man sich draußen vor wie ein Expeditionsteilnehmer (nur weil man mal zu Fuß die winterliche Stadt durchquert), und kaum ist man drin, umfängt einen eine südliche Wärme und man bekommt rote Wangen vor Vorfreude und weiß, dass man manchmal sehr wohl beides haben kann.
So ungefähr begann gestern der zweite Abend des Länderschwerpunkts “Step across the boarder: Turkey” im Porgy&Bess mit Nim Sofyan (leider noch ohne neues Album, das hier präsentiert hätte werden sollen). Und es gab wieder mal das beste aus zwei Welten:
elaborierte Jazzigkeit mit orientalischem siebenachtel-Groove, fetzige Trompeten (Johann Öttl improvisiert und komponiert wie ein Blasmusik-Derwisch) und lyrische Flöten von Reeds-Allounder Gerald Selig, mit Jigs und Reels sozialisierte Waldviertler Geigenvirtuosität mit türkisch-griechischen Texten (Paul Dangl singt jetzt auch!), Texte mit Kranichen und Meidlinger L (türkische Aussprache leicht gemacht), funkige Bässe (Roland Mach) und ein Schlagzeug, das wie der Orientexpress durch die Mitte rauscht (Klaus Fürstner). Dazu singt Alp Bora von ägyptischen Mädchen in griechischen Liedern aus Anatolien und ein kühler weißer Spritzer erfrischt das erhitzte Gemüt, und plötzlich weiß man, dass es passt.
Und wenn man dann rausgeht wo alles schon wieder schmilzt, ists auch schön. Weil manchmal ist Wien wirklich so.


24. Dezember
Geschafft! Die Lola wünscht allen frohe Weihnachten, sendet Season’s Greetings und hofft auf ein prospero año nuevo!

23. Dezember
Bevors morgen dann ganz idyllisch wird, noch ein bisschen Paranoia und Verschwörungstheorie – lange vor Herrn Brown und seinen Illuminati, mit dem damals schon ganz feinen August Diehl:
22. Dezember
Wer sich langsam daran gewöhnt, täglich zum Tag passendes auf dem Bildschirm vorzufinden, dem sei das derzeitige FAZ-Comic “das variable Kalendarium” von Kat Menschik ans Herz gelegt. Jeden Tag Jubiläen, Jahrestage und sonstiges Erinnerungswertes bildlich festgehalten. Heute zum Beispiel:

21.Dezember
Heute ist Wintersonnenwende, damit der kürzeste Tag des Jahres. Und eine Rauhnacht. Und da ich bei diesem Wort immer an die tolle “Supernacht der Weihnachtsstars” im Rabenhof denken muss, gibts das hier zum mal-wieder-hören, leider nur als Link.
20. Dezember
Gone fishing!

19. Dezember
Politik ist wichtig, egal welcher Tag ist. Politische Satire noch mehr. Und deshalb, without further delay und ohne nennenswerte Verbindung mit der Zahl 19:
via Helges Blog
18. Dezember

Welche Linie? Die Grenze des guten Geschmacks? Hoffentlich hat der gute Mann, dessen Geburtstag in akkurat sechs Tagen gefeiert wird, keine solche Karte zur Adoleszenz-Beglaubigung erhalten!
17. Dezember

Das ist ein Stern auf Basis eines Siebzehnecks. Wie man es konstruiert, hat der schlaue Carl Friedrich Gauß herausgefunden. Und da ein bisschen Bildung nie schadet, könnt ihr hier nachlesen, wies geht. Wer sowas überhaupt mag, sollte diesen Klassiker auf den Brief ans Christkind setzen.
16. Dezember

Kein Kommentar notwendig, oder?