Gräber aus dem Bieder- / meier mit viel Flieder

Auf die Gefahr hin, total mainstreamig und Innergürtel-Bobo-mäßig zu klingen, muss ich trotzdem wieder einmal darauf hinweisen, dass im Frühling eine Besuch des St. Marxer Friedhofs unerlässlich ist. Warum? Weil nirgends der Flieder in solcher Wildheit blüht und er in unkomplizierter Eintracht mit Fußballplatz dahinter und Autobahn daneben dennoch ein entspannter, ruhiger Ort ist.

Und irgendwie wirken die überwucherten Grabsteine und ausgewaschenen Inschriften schon so aus der Zeit gefallen, dass sie nicht primär Trauer und Tod, sondern vielmehr eine Art friedvolle Eleganz und Historie ausstrahlen. Das ist kein Friedhof auf dem geweint wird, sondern einer, der zum Flanieren und Phantasieren einlädt, zum Nachdichten längst vergessener Geschichten und Entdecken lange nicht gehörter Geschichte.

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